2012 / 31 August

DonElmos digitale Woche KW 34 + 35


Kurz vor meinem Spätsommer-Urlaub, und wieder im Wochen-Doppelpack, geht es heute in Donelmos digitaler Woche KW 34 + 35 um folgende Themen: Pinterest für First Mover, Personalmarketing in Sozialen Netzwerken, Umgang mit Bewertungen, Spielregeln für Content und Facebook Apps.

Pinterest Chancen nutzen

Das sympathische Usability-Schätzchen Pinterest hat Google+ den internationalen Rang abgelaufen. Nach Facebook und Twitter folgt Pinterest jetzt auf Platz drei der am besten besuchten Netzwerke. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich der Foto-Dienst damit um 5.124 % steigern.

Diese Tatsache an sich ist schon spannend und sollte Social Media Verantwortliche Aufhorchen lassen: Gibt es spannende Möglichkeiten mein Issue in diesem Kanal stattfinden zu lassen?

Dazu kommt noch, dass das Potential von Pinterest in den USA, zumindest in Marketing-Kreisen, scheinbar unterschätzt wird. So gaben 44 Prozent der Marketer an, kein Interesse daran zu haben, Pinterest für ihre Zwecke zu verwenden. Lediglich 7 Prozent sind von Pinterest überzeugt und nutzen es bereits aktiv.

Ich finde das Grund genug, noch intensiver über den Einsatz von Pinterest für Unternehmen und Marken nachzudenken. Pinterest ist wesentlich offener und deutlich weniger restriktiv als Facebook. Meines Wissens gibt es noch keine umfangreichen Vorschriften für Gewinnspiele o.ä., so dass man die nativen Funktionen des Netzwerks ideal viral ausnutzen können sollte. First mover…move!

Personalmarketing in Sozialen Netzwerken lohnt sich

Nicht das mich die Ergebnisse irgendwie verwundern würden, aber sie schwarz auf weiß zu haben ist ja nie verkehrt. In der Studentenmatrix 2012 des Unicum Verlages gaben 67 Prozent der darin befragten Studenten an, sich in Sozialen Netzwerken über zukünftige Arbeitgeber zu informieren. Immerhin 50 Prozent sind der Ansicht, dass sich vom Ton der Unternehmenspräsenzen in den Sozialen Netzwerken, Rückschlüsse auf das jeweilige Betriebsklima ziehen lassen. Die viele Arbeit die inzwischen von einigen Unternehmen in Facebook- und Twitter-Profile, und wir reden quantitativ von wenig anderem, wenn wir von Sozialen Netzwerken reden, lohnt sich also. Weitermachen!

Negative Bewertungen sind positive Bewertungen

In einem sehr unterhaltsamen Beitrag  zieht Henner Knabenreich Parallelen zwischen dem Umgang seines Friseurs mit Bewertungen von Kunden und dem Umgang von Unternehmen mit Bewertungen von Arbeitnehmern. Der Vergleich ist extrem plausibel. Im Kern ist die Aussage, dass sich auch negative Bewertungen von Arbeitnehmern positiv auswirken können, wenn man nur richtig damit umgeht. Im Wesentlichen steckt hinter diesem richtigen Umgang das, was für sämtliche Dialoge in digitalen Sphären gilt: Antworte empathisch, gehe auf Dein Gegenüber ein, sei Transparent und liefere einen Inhalt und kein Blabla.

Beherzigt man diese Regeln kann der schlechte Kommentar einem Unternehmen nicht nur insofern helfen, als dass Anregungen von Kunden und potentiellen Kunden sichtbar werden. Nein, Studien zu Bewertungsportalen zeigen, dass ein hohes Misstrauen gegenüber Unternehmen besteht, die ausschließlich positiv bewertet wurden.

Trotzdem scheint der konstruktive Umgang mit öffentlicher Kritik für viele Menschen (und damit auch Unternehmen) immer noch ein rotes Tuch zu sein. Als Social Media Heini habe ich in den letzten Wochen gleich zwei Mal nicht schlecht gestaunt, als ich mit einem befreundeten Arzt über seine Bewertungen bei Jameda und einer befreundeten Gastronomin über ihre Bewertungen bei Qype gesprochen habe. Ich musste beobachten, dass regelrechte Angst vor schlechten Bewertungen besteht und war kaum in der Lage meine Argumente anzubringen und daraus resultierende Chancen aufzuzeigen. Was für viele Onliner selbstverständlich erscheint, ist für den Rest der Welt mitunter noch Raketenwissenschaft!

Spielregeln für die Kreation von Content und seine Verbreitung

Versöhnliche Parallelen zwischen der Welt der Onliner und der eher konservativen Fraktion Menschen, zeigt ein Beitrag von Dr. Susanna Gebauer auf. Auch wenn sie den Begriff Content Marketing verwendet, der mir zutiefst unpassend erscheint, verdeutlicht sie, wie nahe die Anforderungen an adäquate online- und offline Verhaltensweisen doch beieinander liegen.

An und für sich sind alle aufgebrachten Punkte recht trivialer Natur. Wem ist z.B. nicht klar, dass Beleidigungen oder auch das Kaufen von Freunden sowohl online als auch offline keine erfolgreiche Methoden des „socializing“ darstellen?! Die Zusammenfassung von acht Spielregeln ist trotzdem ein netter Service.

Facebook Apps selbst gebaut

Dass das Anlegen von Facebook Apps (oder Tabs) gar nicht so schwierig ist zeigt Daniel Setzermann bei allfacebook.de. Die detaillierte Anleitung ist gut strukturiert und ermöglicht auch technisch versierten Laien einen Zugang zum Thema.

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